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Miszellen Allerlei Wissenswertes und anderes aus den Bereichen Germanistik, Literatur, Philosophie, Technik, Kunst… von Valentin Abgottspon, Staldenried, Schweiz

19Feb/120

Fritz Nietzsches Beobachtungen zur Prokrastination

«Jenes verborgene und herrische Etwas, für das wir lange keinen Namen haben, bis es sich endlich als unsre Aufgabe erweist, – dieser Tyrann in uns nimmt eine schreckliche Wiedervergeltung für jeden Versuch, den wir machen, ihm auszuweichen oder zu entschlüpfen, für jede vorzeitige Bescheidung, für jede Gleichsetzung mit solchen, zu denen wir nicht gehören, für jede noch so achtbare Tätigkeit, falls sie uns von unsrer Hauptsache ablenkt, ja für jede Tugend selbst, welche uns gegen die Härte der eigensten Verantwortlichkeit schützen möchte. Krankheit ist jedesmal die Antwort, wenn wir an unsrem Rechte auf unsre Aufgabe zweifeln wollen, – wenn wir anfangen, es uns irgendworin leichter zu machen. Sonderbar und furchtbar zugleich! Unsre Erleichterungen  sind es, die wir am härtesten büßen müssen! Und wollen wir hinterdrein zur Gesundheit zurück, so bleibt uns keine Wahl: wir müssen uns schwerer belasten, als wir je vorher belastet waren...»

–  Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister. Zweiter Band. Vorrede, 4

Aus der Hanser-Schlechta-Ausgabe zitiert: Friedrich Nietzsche: Werke in sechs Bänden. Zweiter Band. Hg. v. Karl Schlechta. München/Wien: Hanser 1980. S. 740f. [identisch mit der 5. Auflage 1966]

Freilich äussert sich hier Nietzsche nicht ausschliesslich – eigentlich ja nicht einmal vorwiegend – zum Thema Prokrastination, sondern es geht im vielmehr um den allgemeinen Platz, den wir in unserem Leben einnehmen wollen, den Platz, den unser Leben und Schaffen in der Gesell- und Gemeinschaft einzunehmen hat. Aber Prokrastination ist halt ein so schönes Modewort!

PDF-Datei

veröffentlicht unter: Literatur, Philosophie keine Kommentare
31Jan/120

Duden-Eintrag: Wortgewandtheid

Hier also ein weiterer Auszug aus dem Duden, der 2017 erscheinen wird. Ausschnitt aus der linken Spalte, S. 1189.

Wortgewandtheid

veröffentlicht unter: Freidenker, Schwachfug weiterlesen
29Jan/120

Nicole Dills Buch «Leben!» als Taschenbuch erschienen

Nicole Dills Buch «Leben! – Wie ich ermordet wurde» ist unlängst als Taschenbuch
und als e-Book erschienen. Freilich, es ist auch die CHF 39.90 Wert, die man für die gebundene Ausgabe hinblättern muss, vielleicht ist die günstigere Taschenbuchausgabe aber für einige Anlass genug, das Buch jetzt erst recht zu kaufen und zu lesen. Ich wünsche dem Buch jedenfalls möglichst viele Leserinnen und Leser.

Anlässlich der Preisverleihung des Prix Courage des Schweizer Magazins Beobachter durfte ich Nicole Dill auch kurz persönlich kennenlernen (ich hatte das Buch bereits vor dem Galaabend gelesen). Eine sehr freundliche Person. Sie war so nett und hat eine Widmung in mein Exemplar geschrieben:

Nocole Dill Widmung

9. September 2011
Für Valentin
Das Leben ist
lesenswert!
Herzlich, Nicole Dill

Ich gratuliere Dir zur Nomination zum
Prix Courage 2011

Im Zusammenhang mit dem Erscheinen der Taschenbuchausgabe gab es auch einige Berichte in den Medien:

Bei mona lisa (ZDF, 28.1.2012): http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,8465644,00.html oder in der Zeitschrift Emma.
Facebook-Seite zum Buch: http://www.facebook.com/nicole.dill.leben

Website Sprungtuch, als Anlaufstelle für Gewaltopfer.

Chapeau vor dieser mutigen Frau. Es braucht Courage, diese Erlebnisse in einem Buch zu verarbeiten.

26Dez/112

Nützliches Venn-Diagramm für Diskussionen mit Religiösen

Im Zuge vieler Diskussionen mit lernresistenten, faktenallergischen Religiösen (Kreationisten und anderen Esoterikern) ist mir folgendes Venn-Diagramm eingefallen.

Ich habe unlängst das das Büchlein Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt durchgeblättert, welches sich vorzüglich als Geschenk eignet, daher wahrscheinlich auch die Idee zum Diagramm.

veröffentlicht unter: Allgemein 2 Kommentare
11Aug/110

Speech at CILALP Meeting in Oslo / IHEU General Assembly and Congress

I was a guest speaker at the founding convention of the International Association of the Free Thought in Oslo. And now I'm at the General Assembly and Congress of IHEU. Already met loads of interesting people, and I hope that will continue...

I gave a talk about my case, that I – as a teacher at a state school in Switzerland - was fired for not putting up a crucifix in my class room, fighting for secularism, a skeptic, scientific approach to life and education etc. Switzerland should be secular, the district I live in isn't really.

Vote for the Prix Courage, a very prestigious Swiss prize for outstanding actions: http://www.beobachter.ch/?id=727 (choose Valentin Abgottspon, "Ich will an der Verlosung teilnehmen.*" choose "Nein", that means you don't want to win a week-end in a Swiss hotel, that way you won't have to write down your name, then "Senden")
Call for donations (lawsuit): http://www.frei-denken.ch/de/2011/06/prozessunterstutzung-fur-valentin-abgottspon/ (german)

I made it to the cover of «Beobachter» magazine. 309 000 copies in a tiny country like Switzerland (7 Mio. inhabitants), that's not too bad.

I think it would really annoy the s**t out of the Christian conservative politicians who did this to me and send a strong political sign, if I was to win the Prix Courage...

TitelbilderBeobachter

TitelbilderBeobachter August

Votez pour le Prix Courage: http://www.beobachter.ch/?id=727 (choisir Valentin Abgottspon, "Ich will an der Verlosung teilnehmen.*" choisir "Nein", ça veut dire vous ne voulez pas gagner un week-end dans un hôtel, comme ça, il ne faut pas mettre l'adresse, après "Senden", ça veut dire "envoyer")

veröffentlicht unter: Freidenker weiterlesen
11Aug/110

Jubiläumspost: Vor einem Jahr…

Dieser Post erschien erstmals am 23. August 2010 auf der Webseite der Walliser Sektion der FVS unter dem Titel «Kanton Wallis: Verhältnis Kirche/Religion und öffentliche Schule(n)». Das Gespräch fand am 11. August 2010 in Sitten statt. Zum doppelten Jahrestag – 1 Jahr DfU-Gespräch und 178. Geburtstag Ingersolls – stelle ich die Gesprächsnotiz zum Treffen mit den Vertretern der Dienststelle für Unterrichtswesen hier auch auf meinem privaten Blog noch einmal ein.
Ich blicke natürlich mit einiger Nostalgie zurück auf jene Zeiten, als ich noch unbekümmert-naiv und in einer Parenthese – also sozusagen beiläufig – zu formulieren wagte:

(Denn auch im Wallis gilt die Bundesverfassung.)

Kommentare, Gedanken und Anregungen herzlich willkommen!

5Aug/113

Valentin Abgottspon ist Kandidat für den Prix Courage des Beobachters

Es freut mich ausserordentlich, dass ich einer von sieben Kandidaten für den Prix Courage des Beobachters bin. Es ist eine ausserordentliche Ehre, dass ich die Nominierung erhalten habe. Wer Weiteres über die Geschichte dieses prestigeträchtigen Preises erfahren will, kann sich ja beim Wikipedia-Artikel schlau machen. Alleine schon die Tatsache, dass ich Kandidat bin, bedeutet mir sehr viel. Und hoffentlich bedeutet es auch für die Behörden in Stalden und Sitten etwas.

«Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.» – Theodor Fontane: Der Stechlin.

Ich hoffe, dass ich über beide Eigenschaften in ausreichendem Masse verfüge und auch weiterhin verfügen werde. Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Freunden und Bekannten, welche mir in dieser turbulenten und manchmal dunklen Zeit zur Seite gestanden sind und auch weiterhin zu mir stehen werden.

Wer den Fall noch nicht allzu sehr kennt, sei hingewiesen auf Links mit weiterführenden Informationen:
Eine Zusammenfassung der Geschehnisse inkl. Spendenaufruf wegen der Prozesskosten: Auf meiner eigenen Homepage (ausführlich) und auf der Homepage der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (kürzer gefasst).
Es existiert auch ein ausführliches und trotzdem auch für den juristischen Laien gut lesbares Rechtsgutachten zum Fall: Homepage der Walliser Sektion der Freidenker.
Wer etwas wirklich Haarsträubendes lesen will, lese z.B. den Artikel zu meiner «Ausladung Diplomfeier» oder einen der vielen Artikel zu Schmähzuschriften/Aufforderungen zum Suizid.
Zum aktuellen Stand: Der Staatsrat lässt sich viiiel Zeit, schiebt den Entscheid wohl ein bisschen vor sich her: Rechtsverweigerungsbeschwerde abgelehnt.

In der Ausgabe des Beobachters vom 5. August 2011 sind die sieben verschiedenen Kandidaten (Einzelpersonen oder Gruppen) vorgestellt. Diese Ausgabe des Beobachters erscheint mit sieben verschiedenen Titelbildern mit Portraits der verschiedenen Kandidaten oder Kandidatengruppen vorne drauf.

Das sieht dann in etwa so aus:

TitelbilderBeobachter

Titelbilder Beobachter 5. August 2011 Prix Courage

Einige Texte zum Prix Courage sind auch frei online abrufbar. Beim folgenden Link findet man Allgemeines zum Prix Courage: Dossier Prix Courage.

Zudem findet sich auch eine Übersicht der 7 Kandidaten: Übersicht.

Ich selber bin Kandidat Nummer 6. Beim angegebenen Link findet sich auch ein etwa zweiminütiger Film: Kandidatur Valentin Abgottspon

Hier ein Auszug aus dem Text:

Prix Courage 2011 Kandidatur 6
Valentin Abgottspon
[…]
Valentin Abgottspon steht ein für eine strikte Trennung von Kirche und Staat.
Valentin Abgottspon ist ein Mann ohne religiösen Glauben, aber mit Idealen. Ein Menschenrechtsfanatiker, wie er selbst sagt. Und einer, der sich vehement für die Laizität, die Trennung von Kirche und Staat, einsetzt. Dass er an der Schule in Stalden im Vispertal, wo er einst selbst die Schulbank drückte, unter dem Kreuz Jesu unterrichten soll, kommt für den 31-jährigen Lehrer nicht in Frage. Also versorgt er das Kreuz im Schrank. Und wieso sollte er die Schüler auf die «Aufgaben als Mensch und Christ» vorbereiten, wie es das Walliser Unterrichtsgesetz will? Das widerspreche den Grundrechten. «In der Bundesverfassung steht: ‹Niemand darf gezwungen werden, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen›», sagt Abgottspon. […]

Beim angegebenen Link (oder direkt hier) kann jede und jeder seine Stimme für den Publikumspreis abgeben. Die Personalien müssen nur angegeben werden, wenn man an der Verlosung (zwei Nächte im Hotel Castell in Zuoz) teilnehmen will. Teilnahmeschluss ist der 6. September. Die Preisverleihung findet am 9. September im Studio 1 des Schweizer Fernsehens statt. Ich vorfreue mich schon. Dann werde ich freilich einen Teil des Denkfests verpassen, aber was will man...

Man kann auch auf andere Weise seine Stimme abgeben (hier mit der Kandidatur 6 – meiner – als Beispiel):

  • Per Telefon: 0901 595 586 anrufen (kostet 70 Rappen pro Anruf ab Festnetz)
  • Per Postkarte: Eine Postkarte an folgende Adresse senden:
    Beobachter
    Prix Courage
    Valentin Abgottspon
    Postfach
    8074 Zürich
    Falls der Name des Favoriten nicht in der Adresse erwähnt wird, am besten links im Postkartentext etwas wie «Kandidat Nr. 6 – Valentin Abgottspon» hineinschreiben.
  • Als Postkartensujet eignen sich eventuell die von Hans Peter Brugger entworfenen Karten zur Bus- und Plakatkampagne: www.wahrscheinlichgibteskeinengott.ch. Hier zwei Beispiele:

    26Jul/112

    blogspot.com-Problem erzwingt Artikel zur Nudelsieb-Piratenoutfit-Kontroverse

    Eigentlich wollte ich dem Bruder Spaghettus ja nur «kurz» danken, dass er im Artikel Hilfe für Valentin Abgottspon auf der Internetseite der Sektion Uckermark der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland auf meinen Fall und den Spendenaufruf aufmerksam machte.

    Dann erhielt ich allerdings eine Fehlermeldung, dass ICH mich kürzer als 4096 Zeichen zu fassen hätte. Und derlei Zensur- und Gedankeneinschränkungsgebaren stösst bei mir – doch lieber ausschweifend und ausführlich Formulierendem – natürlich auf scharfe Ablehnung.

    BildschirmfotoSpaghettus

    Also mache ich halt einfach einen (einigermassen ausführlichen) Blogartikel aus meinem Kommentar/Dank/Hinweis.

    Wer mit Diskordianismus oder FSM nicht bekannt ist, soll das bitte ergoogeln oder den Links folgen. Niko Alm sollte eigentlich mittlerweile auch durch die Mainstream-Medien allgemeine Bekanntheit erlangt haben. Bruder Spaghettus und Schwester Linguine versuchen in Deutschland, was in Österreich bereits geklappt hat.

    Hier seien doch ganz kurz die 8 Gebote des Fliegenden Spaghettimonsters zitiert (wie unten erwähnt, ich selber gehöre nicht zur FSM-Kirche):

    Die 8 Bitten des FSM

    1. Es wäre mir irgendwie lieber, wenn du es sein ließest, dich wie ein oberheiliger Heuchler aufzuspielen, wenn du meine nudlige Güte beschreibst. Wenn irgendwelche Leute nicht an mich glauben, ist das echt okay. Ich bin nicht so eitel. Außerdem: Es geht nicht um diese, also weich nicht vom Thema ab.

    2. Es wäre mir irgendwie lieber, wenn du es sein ließest, meine Existenz als Mittel zu benutzen, zu unterdrücken, jemanden zu deckeln, zu bestrafen, fertigzumachen und/oder du weißt schon. Ich verlange keine und benötige keine Opfer. Und Reinheit ist was für Trinkwasser, nicht für Menschen.

    3.Es wäre mir irgendwie lieber, du ließest es sein, Leute wegen ihres Aussehens zu beurteilen oder was für Klamotten sie anziehen, oder wie sie reden, oder wie auch immer - sei einfach nett, okay? Oh, und kriegt das mal in eure Dickschädel: Frau = Person. Mann = Person. Klar? Klar. Eine ist nicht besser als der andere, solange wir nicht über Mode reden. Tut mir leid, aber ich hab das den Frauen überlassen und einigen Kerlen, die den Unterschied zwischen dunkeltürkis und scharlachrot kennen.

    4. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest es sein lassen, dich in Sachen zu verstricken, die dich selbst bloßstellen oder du tust sie mit deinem einwilligenden, verantwortlichen Partner legalen Alters und entsprechender geistiger Reife. Für jeden, der jetzt Einspruch erheben sollte, denke ich, ist der passende Ausdruck: Hau ab und fick dich selbst, es sei denn, die Person fände das anstößig. In dem Fall können sie den Fernseher mal ausschalten und spazierengehen.

    5. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest dich nicht mit den scheinheiligen, frauenfeindlichen, hasserfüllten Ideen anderer konfrontieren, jedenfalls nicht auf leerem Magen. Iss, trink, dann schnapp dir den Bastard !

    6. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest es sein lassen, mir Multimillionendollar-Kirchen, Moscheen, Tempel, Schreine für meine Nudlige Güte zu bauen, wenn das Geld besser verwendet werden könnte, um (such dir was aus):
    1. Armut zu beenden
    2. Krankheiten zu heilen.
    3. In Frieden zu leben, mit Leidenschaft zu lieben und die Kosten von Kabelfernsehen zu senken.
    Mag ja sein, dass ich ein komplexes, allwissendes Kohlenwasserstoffwesen bin, aber ich mag die einfachen Dinge im Leben. Ich muss es wissen, ich bin der Schöpfer.

    7. Es wäre mir irgendwie lieber, du würdest nicht rumgehen und Leuten erzählen, ich würde zu dir sprechen. Du bist nicht SO interessant. Nimm dich mal zurück. Und ich sagte dir bereits, dass du deinen Mitmenschen lieben sollst, kannst du keinen Hinweis erkennen?

    8. Es wäre mir irgendwie lieber, du ließest es sein, andere so zu behandeln, wie du nicht selbst gern behandelt werden möchtest, es sei denn, du bist mit Sachen zugange, in denen, ähm, eine Menge Leder, Gleitcreme und Las Vegas eine Rolle spielen. Sollte die andere Person auch darauf abfahren, dann macht es, siehe auch Punkt 4, macht Fotos und bei der Liebe Mikes, benutzt KONDOME! Hätte ich nicht gewollt, dass es sich gut anfühlt, dann hätte ich Stacheln oder so drangebastelt.
    _________________
    Bobby Henderson

    Und ein Fernsehauftritt beim hr von Bruder Spaghettus (nein, das ist KEIN sächselnder Santa Claus!):

    Hier also, was eigentlich ein Kommentar hätte werden sollen:

    Sehr verehrter Bruder Spaghettus!

    Herzlichen Dank für die freundlichen Worte und den Aufruf, den Spendenaufruf aufzurufen.

    Die Haupt-URL hierzu lautet jedoch: http://www.frei-denken.ch/de/2011/06/prozessunterstutzung-fur-valentin-abgottspon/ (Webseite der Freidenker-Vereinigung der Schweiz), was du verlinkt hast, war auf meiner privaten Homepage, ist jedoch auch okay.

    Für mich als altgedienten Diskordianer seid ihr FSMler freilich lediglich Herätiker und Holzwegspazierer. Ich finde eure Existenz dennoch insgesamt benefiziär für die säkulare Bewegung... Und wenn der eine oder die andere aus der Amtskirche über einen Zwischenstopp bei den Ketzern der FSM-Glaubensgemeinschaft dann endlich bei Eris landet, dann ist ALLEN gedient. :)

    16Jul/110

    Staatsrat lässt sich mit Entscheidung Zeit – und bekommt recht

    Der Walliser Bote berichtet am 12. Juli 2011 auf Seite 4 über den Entscheid des Kantonsgerichts, dass sich der Staatsrat nicht unbedingt beeilen müsse, einen Entscheid zu fassen:
    WB 12 Juli 2011 p4KGRechtsverweigerung Beschwerde

    Link auf die PDF-Datei.

    Auch www.1815.ch und Radio Rottu Oberwallis berichteten.

    Siehe auch den Eintrag auf der Webseite der Sektion Wallis der Freidenker-Vereinigung der Schweiz.

    Neulich habe ich formuliert:

    Die Behörden bedienen sich ja im Steuertopf für die Anwaltskosten, ich kann das nicht tun.

    Das ist immer noch so; Spendenaufruf und Zusammenfassung der Geschehnisse finden sich im Artikel vom 28. Juni 2011 oder auf der entsprechenden Seite der FVS.

    14Jul/110

    Versuche niemals, selbständiges Denken zu verhindern; denn es würde dir sicherlich gelingen [Bertrand Russell]

    Er ist einer meiner Lieblingsintellektuellen: Bertrand Russell (1872 - 1970). Ich als Walliser finde diesen Waliser wirklich toll.

    Das Zitat aus dem Artikeltitel

    Versuche niemals, selbständiges Denken zu verhindern; denn es würde dir sicherlich gelingen.

    stammt aus «Die 10 Gebote des Liberalismus», welche in der New York Times am 16. Dezember 1951 erschienen sind.

    Im englischen Original lautet es:

    Never try to discourage thinking for you are sure to succeed.

    Hier eine möglichst genaue Übersetzung (von Herbert Huber, www.gavagai.de, genaue bibliographische Angaben daselbst):

    1. Sei Dir nie über etwas absolut sicher.

    2. Halte es nicht für lohnend Gründe zu verheimlichen, denn sie kommen eines Tages bestimmt ans Licht.

    3. Versuche nie selbständiges Denken zu verhindern, denn es wird Dir sicher gelingen.

    4. Wenn Du auf Widerstand stößt – und sei es Dein Ehepartner oder Dein Kind –, trachte ihn argumentativ zu überwinden und nicht mit Autorität, denn ein Sieg durch Autorität ist unecht und trügerisch.

    5. Habe keine Hochachtung vor der Autorität anderer, denn es gibt immer Autoritäten mit gegenteiliger Ansicht.

    6. Unterdrücke nicht gewaltsam Meinungen, die Du für verderblich hältst, sonst unterdrücken sie Dich.

    7. Fürchte dich nicht davor, ausgefallene Ansichten zu vertreten; jede heute anerkannte Ansicht war einmal ausgefallen.

    8. Freue dich mehr über scharfsinnigen Widerspruch als über passive Zustimmung, wenn Dir Klugheit angemessen wert ist, dann liegt im Widerspruch eine tiefere Zustimmung.

    9. Halte Dich peinlich genau an die Wahrheit, auch dann, wenn sie beschwerlich ist; denn es ist beschwerlicher, wenn du versuchst, sie zu verbergen.

    10. Beneide nicht das Glück derer, die in einem Narrenparadies leben, denn nur ein Narr hält das für Glück.

    Er hat sich 1959 auch vor einer Fernsehkamera zum Thema Gott und so weiter geäussert:

    Ein sehr lesenswertes Stück Text aus der Feder oder der Schreibmaschine Russells ist übrigens auch der Text «Why I am Not a Christian» (dt. «Warum ich kein Christ bin»).

    Dieser Text wurde erstmals am 6. März 1927 als Vortrag vor der Südlondoner Sektion der National Secular Society gehalten. Hier der Anfang dieses immer noch lesenswerten Textes von diesem aussergewöhnlichen Denker und Schreiber.

    Warum ich kein Christ bin

    Wie Sie gehört haben, lautet das Thema, über das ich heute zu Ihnen sprechen möchte: "Warum ich kein Christ bin." Vielleicht sollte man zu allererst klarzustellen versuchen, was unter dem Wort "Christ" zu verstehen sei. Es wird heutzutage von sehr vielen Menschen in einer recht allgemeinen Bedeutung gebraucht. Manche verstehen darunter bloß eine Person, die sich bemüht, ein gutes Leben zu führen. In diesem Sinne gäbe es vermutlich in allen Sekten und Bekenntnissen Christen; ich glaube jedoch nicht, dass das die wahre Bedeutung des Wortes ist, und zwar schon deshalb nicht, weil das heißen würde, dass alle Menschen, die keine Christen sind - alle Buddhisten, Konfuzianer, Mohammedaner usw. -‚ nicht bemüht wären, ein gutes Leben zu führen.